Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht: Beratungsangebot

Immer mehr Menschen möchten selbst entscheiden, was im Falle schwerer Krankheit oder nach einem Unfall medizinisch noch gemacht werden bzw. nicht mehr gemacht werden soll. Seit 2009 gibt es das sog. „Patientenverfügungsgesetz“, das diese Möglichkeit allen volljährigen Personen eröffnet. Rein rechtlich gesehen ist die Situation ziemlich klar: Patientenverfügungen müssen als Ausdruck des tatsächlichen Willens umgesetzt werden, wenn die schriftlichen Festlegungen „auf die aktuelle Lebens- und Behandlungssituation zutreffen“ (BGB, § 1901a(1)). Tatsächlich gibt auf praktischer Ebene öfter gewisse Schwierigkeiten.

1. Viele Menschen wissen nicht, dass z.B. im Krankenhaus zur Umsetzung einer Patientenverfügung ein Bevollmächtigter oder Betreuer verlangt wird. Denn auch engste Familienangehörige, die nicht Bevollmächtigte sind, dürfen keine Entscheidung für die aktuell nicht einwilligungsfähige Person treffen. Gibt es keine bevollmächtigte Person, wird in der Regel über das Betreuungsgericht sofort ein beruflicher Betreuer bestellt. Daher sollten Sie unbedingt einer Person Ihres Vertrauens eine Vorsorge-Vollmacht für Gesundheitsfragen ausstellen, die Ihren Willen kennt und deren Umsetzung verlangen kann. Einen Vordruck dazu finden Sie hier:
vorsorgevollmacht_2017.doc

2. Der Gesetzgeber hat keine medizinisch-pflegerische Beratung für die Erstellung einer Patientenverfügung vorgesehen. Doch die Formulierungen in den Vordrucken sind oft so komplex verfasst, dass sie für Laien nicht wirklich verständlich sind. Aber nur wer versteht, was die Formulierungen beinhalten, kann wirklich entscheiden. Das geht selten ohne Beratung, in die auch die künftig bevollmächtigte Person einbezogen werden sollte. Denn Ihre bevollmächtigte Person kann nur dann glaubwürdig Ihren Willen vertreten, wenn sie ihn auch kennt. Meine Beratungsgrundlagen (Mustervorlage Patientenverfügung:
pat-verfuegung-vorlage_2017.doc

3. Für manche Menschen ist es einfacher, wenn sie keine Patientenverfügung ausfüllen, weil ihnen die ausführlichen Bestimmung zuviel sind. Damit aber die bevollmächtigte dann zumindest grundsätzlich mögliche Behandlungswünsche und sonstige Vorstellungen kennt, bietet es sich alternativ (oder auch zusätzlich zur Patientenverfügung) an, die eigenen „Wertvorstellungen“ niederzuschreiben. Dazu finden Sie hier Formulierungsbeispiele:
meine_wertvorstellungen_beispiele.docx

4. Manchmal ist es trotz Vorsorge-Vollmachten nötig, dass zusätzich eine Betreuung (richterlich) bestellt wird. Dazu können Sie auf einem eigenen Formular festlegen, wer im Zweifel als Betreuer/in bestellt werden soll, oder auch, wer auf gar keinen Fall die Betreuung übernehmen darf. Sie können dieses Formular beim Bundesjustizministerium problemlos herunterladen:
https://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Formulare/Betreuungsrecht/Betreuungsverfuegung.html?nn=6765634

Ich biete Ihnen eine ausführliche Beratung bei Ihnen zu Hause im Beisein Ihrer künftig bevollmächtigten Person(en) und erstelle Ihnen in wenigen Tagen die kompletten, individuell auf Sie zugeschnittenen Unterlagen, so dass Sie sie nur noch zu unterzeichnen brauchen. Wenn Sie Interesse haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf: info@irmgard-hofmann.de oder Telefon: 089/7004158

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